Aus- und
Weiterbildungsgruppe "Aufstellungsarbeit"
Wir nennen diese Ausbildung ausdrücklich nicht “Familienstellen”
(obwohl die Familienaufstellungen den Schwerpunkt bilden), sondern
“Aufstellungsarbeit”, weil es uns nicht um Techniken zu tun ist, sondern
darum, eine generelle Haltung gegenüber der Seele des Klienten (und der
eigenen) zu vermitteln, in der sowohl das Familienstellen als auch
andere Formen der Arbeit mit einem Gegenüber in neuem Licht aufscheinen
können.
Seit etwa 12 Jahren befindet sich das von Bert Hellinger ins Leben
gebrachte Familienstellen in einem gravierenden Umbruch.
Es wechselt von einem – seit ca. 15 Jahren praktizierten –
lösungsorientierten „Setting“ mit relativ umfangreichen (Familien)
Systemen und vielen Stellvertretern immer mehr in zwei neue Richtungen:
Auf eine minimalistische (und nicht mehr ausschließlich an Lösungen
orientierte) Arbeit, den sog. “Bewegungen der Seele” und als neueste
Entwicklungen, das “Gehen mit dem Geiste” oder gar das “Gehen mit der
Gottesliebe”.
Diese neue Weichenstellung in der Methode bringt uns in ein
Dilemma:
Es uns ausgeschlossen, die Aufstellungsarbeit mit den
“Bewegungen der Seele” (gar mit den “Bewegungen des Geistes”) in einer
Ausbildungsgruppe von Anfang an zu lehren – denn diese sind ja
entstanden in einem Prozeß der Reduzierung, als eine Bewegung der
sukzessiven Wegnahme von Schritten, so dass am Ende gleichsam das
Konzentrat (oder der Extrakt) übrig blieb.
Insofern hat Peter Orban sich entschlossen diesen Prozess, den die
Aufstellungsarbeit in vielen Jahren durchlaufen hat, auch in der
Ausbildungsgruppe noch einmal nachzuvollziehen. Wir fangen also mit dem
“klassischen” Familienstellen an, wie es seinen Höhepunkt etwa im Jahr
2000 hatte, und gehen im Fortgang der Weiterbildung Schritt für Schritt
zu den eher mit minimalistischen Komponenten arbeitenden “Bewegungen der
Seele” und den “Bewegungen des Geistes” über, so dass die Kandidaten am
Ende des Prozesses in allen drei Arbeitsweisen zu Hause sind.
Folgende theoretische und praktische Figuren stehen im Vordergrund
der Arbeit:
Die Ordnungen der Liebe • Wer gehört dazu? • Die Rangfolge • Geben
und Nehmen und der Ausgleich • Die Früheren und die Späteren •
Liebe – Verstrickung – Lösung • Die verschiedenen Arten der Gefühle •
Übertragung und Gegenübertragung • Die unterbrochene Hinbewegung •
Persönliches und überpersönliches (Sippen-) Gewissen • Die Opfer und die
Täter • Schuld und Sühne • Die Übernahme • Das wissende Feld • Die
phänomenologische Haltung • Die Bewegungen der Seele • Paarbeziehungen •
Das Partnerschaftsvermögen • Abtreibungen • sexueller
Missbrauch • Trennungen und ihre Aufarbeitung • Adoptionen •
Krankheit • Traumata • Kriegsereignisse • Vergewaltigung • Vaterland und
Muttersprache • körperliche Mißbildungen • Zustimmung zu Schicksal, zum
Tod und zu lebensbedrohenden Erkrankungen.
Die Seminare gehen jeweils von Donnerstag 17h bis Sonntag 17h.
Donnerstag und Freitag bis 17h (also ein ganzer Tag) sind
reserviert für die Ausbildungsteilnehmer (für Theorie und eigene
Aufstellungen).
Jeweils am Freitag ab 17h kommen Klienten, die selbst aufstellen
wollen dazu, und deren Aufstellungen werden erläutert. Es gibt für die
Ausbildungsteilnehmer ein umfangreiches Skript mit den wichtigsten
Grundlagen.
Empfohlene Literatur: Peter Orban: Kursbuch Aufstellungsarbeit,
Kösel 2007
Kosten der Fortbildung - für 9 Seminarwochenenden: Euro 2780.-
Die Fortbildung sowie Unterbringung finden in der Jugendherberge Berlin-Wannsee
statt.
(Der Preis ist ohne Unterbringung und Verpflegung!)
Termine der
Fortbildung in Berlin: 2011 - 2013
1. Seminar: Do., 24. - 27. März 2011
2. Seminar: Do., 02. - 05. Juni 2011
3. Seminar: Do., 20. - 23. Okt. 2011
4. Seminar: Do., 26. - 29. Jan. 2012
5. Seminar: Do., 17. - 20.
Mai 2012
6. Seminar: Do., 20. - 23. Sept. 2012
7. Seminar: Do., 29. Nov. - 2. Dez. 2012
8.
Seminar: Do., 31. Jan. - 3. Febr. 2013
9.
Seminar: Do., 23. - 26. Mai 2013